Osteopathischer Behandlungsablauf



Der Osteopathische Behandlungsablauf

Der Tätigkeitsschwerpunkt meiner Praxis liegt im Bereich der Osteopathie, einer ganzheitlichen Betrachtungs- und Behandlungsweise mit effektivem Nutzen für die Gesunderhaltung und wieder Gesundwerdung ihres Tieres.
Osteopathie ist richtig angewandt eine Heilkunst, in die neben Wissen auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Wertschätzung für Mensch und Tier einfließen.
Nicht schnell, schnell und mal eben kurz, sondern mit Bedacht, Ruhe, Sorgsamkeit und Empathie wird Ihr Tier untersucht und behandelt. Gewaltfrei, angstfrei und mit Achtsamkeit. Es wird nach der tieferliegenden Ursache für die, vielleicht schon länger bestehende Erkrankung, bei Ihrem Tier gesucht. Dies auf osteopathischem Wege, das heißt mit meinen Händen und mit meiner Erfahrung als Tierärztin.
Während der Therapie werden, durch sanfte Handbewegungen, heilsame Impulse ausgelöst, die alle Körpergewebe erreichen können. Osteopathie ist wie eine Sprache, eine Körpersprache, die die selbstheilenden Kräfte, die jedem Wesen innewohnen, ansprechen und zu aktivieren in der Lage sind. Alle diese Handbewegungen und die durch sie bewirkten Impulse, werden verarbeitet und der Organismus antwortet mit Wohlbefinden, Stabilität und Balance.
Osteopathie wird eingeteilt in vier Bereiche. Jede Form steht für bestimmte Techniken die angewandt werden und für einzelne Gewebe, die behandelt werden:


1. Myofasziale Osteopathie

Mit Hilfe der sogenannten Myofaszialen Therapie werden das Bindegewebe und die Faszien behandelt. Bindegewebe gibt es überall im Körper. Es ist zum einen das verbindende Gewebe zwischen allen Zellen, in allen Organen und zwischen Muskeln, zum anderen gehören aber auch ganz spezielle und ausdifferenzierte, spezialisierte Gewebearten dazu. So zum Beispiel die Faszien, die im gesamten Körper ein eigenständiges, aber mit allem anderen verbundenes System darstellen. In diesem gesamten Bindegewebssystem bewegen sich viele verschiedene Zellen, mit ganz unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben. Das macht das Bindegewebe so wichtig für alle Vorgänge im Organismus. Hier geschieht durch Bewegung stetig Wandlung und Veränderung und somit können an das Bindegewebe gerichtete Impulse eine schnelle und positive Antwort in Richtung Heilung auslösen. Umgekehrt können Beweglichkeitseinschränkungen im Bindegewebe auslösend sein für Erkrankungen.


2. Viszerale Osteopathie

Die Viszerale Osteopathie richtet sich an die inneren Organe. Einzelne Organe wie der Magen, der Darm, die Leber, die Harnblase und andere Organe, können so gezielt untersucht und behandelt werden. Jedes Organ bewegt sich in eine bestimmte Richtung und in einem individuellen Rhythmus. Diese Bewegungen können erspürt werden. Weichen diese von ihrer Eigendynamik ab und sind verändert, kann mittels osteopathischer Techniken Einfluss darauf genommen werden. Rhythmik und Tempo können neu gestimmt werden und das Organ wieder in der Gesamtschwingung des Körpers arbeiten. Auch diese Behandlungsweise ist von sanfter Art und von großem heilsamen Nutzen.

       
3. Osteoartikuläre Osteopathie

Wenn man die Behandlung von Knochen und Gelenken meint, dann wird im Rahmen der Osteopathie von Osteoartikulär gesprochen, denn im Falle von Lahmheit und Bewegungsstörung oder Schmerzen am Bewegungsapparat, werden mitunter gezielt diese untersucht und behandelt. Einschränkungen in der Beweglichkeit, im sogenannten Gelenkspiel, können erfühlt und dann gezielt gelöst werden. Mittels einer Kombination aus osteoartikulären und myofaszialen Techniken können so auch größere Körperbereiche behandelt werden, so zum Beispiel ein ganzes Bein. Da im Rahmen einer osteopathischen Behandlung immer der ganze Körper „mitgenommen“ wird, ist ein Wechsel zwischen diesen verschiedenen Behandlungsfeldern fließend und eine Ein- oder Abgrenzung dient an dieser Stelle einer Beschreibung der Vorgehensweise.


4.  Craniosakrale Osteopathie
  
Es existiert ein ordnendes Prinzip, das die Stimmigkeit aller Zusammenhänge im Organismus aufrechterhält und alle Einheiten auf einander einstimmt, ähnlich einem übergeordnetem Rhythmus. Dieser Rhythmus ist spürbar und steht in einem direkten Zusammenhang zum Nervensystem. Er erschwingt sich vom Kreuzbein bis hin zum Cranium und von dort aus über das ganze Wesen. Ist dieser in seiner Rhythmik verändert oder wird er in seiner Tendenz der Ausdehnung behindert, hat dies weitreichende Folgen. Die Beobachtung dieses „Atems“ wird darum bei jeder osteopathischen Untersuchung mit einbezogen und liegt die Notwendigkeit vor, dann wird die Rhythmik wieder in ihre individuelle Schwingung versetzt. Die Craniosakrale Therapie richtet sich also an das Nervensystem und hat eine übergeordnete regulative Wirkung, auf den gesamten Organismus.
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